BESTZEIT

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Der Lauf-Podcast von Philipp Pflieger & Ralf Scholt

#260 Das Sportlerleben maximal ausreizen - zu Gast: Anton Palzer

#260 Das Sportlerleben maximal ausreizen - zu Gast: Anton Palzer

Ein VO2max-Wert von 92 ist außergewöhnlich, so gut sogar, dass auch sportartübergreifend die Fühler ausgestreckt werden und unkonventionelle Sportartwechsel angeboten werden. So auch bei unserem Gast in dieser Woche: Anton Palzer.
Aufgewachsen in den Bergen von Ramsau war ihm das Ausdauersport-Gen in die Wiege gelegt, denn schon sein Vater war ein exzellenter Skibergsteiger. Toni sollte seinem Weg folgen und entwickelte eine Leidenschaft für verschiedenste Ausauersportarten, Bergsteigen und das Klettern. Im Skibergsteigen und dem Berglauf sollte er bald an Wettkämpfen teilnehmen und eilte schnell von Erfolg zu Erfolg, bis zu internationalen Medaillen bei EMs und WMs.
Berge konnten ihm nicht steil genug sein, weder auf Skiern noch auf dem Rad - und Letzteres entwickelte sich zu einer neuen großen Leidenschaft. Durch seine außergewöhnlichen Leistungsdiagnostik-Werte wurde das deutsche World-Tour-Team „Red Bull - BORA - hansgrohe“ auf ihn aufmerksam und gab ihm 2021 die Chance sich nochmal in einer ganz neuen Sportart zu beweisen. Mit 28 Jahren entschied sich Toni also die eine Sportkarriere zu beenden und sich in ein neues Profisport-Abenteuer zu stürzen.
Inzwischen geht er in die vierte Saison als Berufsradfahrer und fuhr mit Giro und Vuelta schon zwei der drei Grand Tours. Mit uns spricht er bemerkenswert offen über seine Erfahrungen in der Radsportwelt, über Grenzerfahrungen, Rückschläge, das Privileg Sport als Beruf ausüben zu dürfen und dabei zu versuchen das Leben und den eigenen Weg zu genießen. Er erzählt von schweren gesundheitlichen Problemen, die er zuletzt zu überwinden hatte, seinen sportlichen Ehrgeiz & Perfektionismus, was ihn als Athlet antreibt und sein großes Glück die Berge als Heimat zu haben.

#259 Die erste Präsidentin im IOC: Was wird aus Olympia unter Kirsty Coventry? - unser Gast: Johannes Herber

Wir starten diese Woche mit einem Rückblick in Philipps Grundlagentraining vergangener Tage, Leistungsdiagnostikerfahrungen, sowie die Optimierung von Regeneration insbesondere durch Proteine - gerade auch für Läufer:innen. Außerdem werfen wir einen Blick zurück auf die Straßenlaufergebnisse des vergangen Wochenendes und einen Blick voraus auf anstehende Marathon-TV-Übertragungen, wo Ralf und Philipp als Kommentatoren im Einsatz sein werden.
Der zweite große Block der heutigen Folge dreht sich um das Ende der 12jährigen Amtszeit von IOC-Präsident Thomas Bach und der Wahl von Kirsty Coventry als erste Präsidentin des IOCs in der Geschichte. Wir freuen uns sehr hierfür kurzfristig den Geschäftsführer von „Athleten Deutschland e.V.“ - der offiziellen Vertretung der deutschen Bundeskaderathleten:innen - Johannes Herber gewinnen zu können. Wir sprechen mit ihm über seine Arbeit für die Rechte von Athletinnen & Athleten, den Weg der bereits hinter ihnen liegt und was Zukunftsanliegen sind. Wir analysieren mit ihm die Amtszeit von Thomas Bach, versuchen uns an einer Prognose der nun anstehenden Ära von Kirsty Coventry und sprechen auch über die immer wieder im Raum stehende Vision einer deutschen Olympiabewerbung.

#258 Einer der großen deutschen Triathlon-Hoffnungsträger - zu Gast: Mika Noodt

Er ist eine der großen deutschen Triathlon-Hoffnungen im Männerbereich und schon jetzt einer der jüngsten Gewinner in der Profiriege auf der Mitteldistanz: Mika Noodt.
Der gebürtige Wolfsburger lebt und trainiert heute in Darmstadt wenn er nicht gerade für Trainingslager oder Rennen um die Welt reist. Das Aufwachsen in einer sportbegeisterten Familie legte den Grundstein für seine Leidenschaft & Spaß an Bewegung. Anders als viele seiner Kollegen begann er von Beginn an mit dem Triathlonsport und spricht hier gerade seinem ersten Trainer viel Anerkennung aus für die gute Grundausbildung, die er erfahren hat. Für seinen großen Durchbruch macht der 24jährige interessanterweise gerade die Corona-Pandemie verantwortlich, denn durch den Mangel an Rennen, dafür aber viel ununterbrochenem Training, gelang ihm ein großer Entwicklungssprung und führte ihn zu ersten internationalen Erfolgen.
Leistungssport ist aber selten nur von Highlights geprägt und so spricht Mika auch ganz offen über die Herausforderungen, die große Rückschläge wie sein schlimmer Radunfall und ein drohendes frühes Karriereende mit sich brachten. Er erzählt über die große Bedeutung der Unterstützung seines persönlichen Umfelds, berichtet von seinem ersten Trainingslager in Namibia diesen Januar, dem großen Schritt hinein in die Welt des Profisportzirkuses und seinen großen Zielen für die Zukunft. Wir sprechen auch über seinen neuen Hauptsponsor Red Bull mit dem er jetzt in die Saison starten wird, den „Wings for Life World Run“ und ob wir ihn für unser Podcast-Team gewinnen können.

#257 Die Motivation nach ihrem Schicksalsschlag andere zu inspirieren - zu Gast: Juliane Frühwirt

Sie war eines der aufstrebendsten Biathlon-Talente in diesem Land mit bereits großen Erfolgen in jungen Jahren, der weitere Weg schien vorgezeichnet - bis zu ihrem schweren Sturz bei einem Ski-Rennen im März des vergangenen Jahres: Juliane Frühwirt.
Einer ihrer Skistöcke bohrte sich damals durch ihre Wange und verursachte schwerste Verletzungen in Mund und Kiefer. Mit Hubschrauber und Notoperation konnten zwar ihre Zunge und Zähne gerettet werden, aber sie musste Schlucken und Trinken erst wieder neu erlernen. Für sie war trotz dieses tragischen Schicksalsschlags schnell klar sie will nicht nur wieder gesund werden, sondern auch zurück in den Weltcup. Der Unterschied zu früher: Es ist alles kein Muss mehr. Sie ist jetzt völlig frei und empfindet eine ganz andere Dankbarkeit - nicht nur für den Sport.
Wir sprechen mit Jule über ihre sportlichen Wurzeln, das Aufwachsen in einer sportbegeisterten Familie, ihren Weg in den Biathlonsport und ihre frühen Erfolge. Sie erzählt von ihrem Wechsel in den Profisport, dem Umzug nach Wallgau und dem komplexen Training für Biathlon in Sommer und Winter. Natürlich geht es auch um den schicksalhaften Tag im vergangenen Jahr nachdem alles anders war, ihr Ziel mit ihrem Weg Leute zu inspirieren und ihre neue Selbstständigkeit, wo sie als Coach wichtige Learnings weitergeben möchte um andere Menschen auf dem Weg zu ihren sportlichen Zielen zu begleiten.

#256 Die schnellste Frau Deutschlands & ihr überraschender Wechsel - unser Gast: Alexandra Burghardt

Am Sonntag gewann sie noch Gold in neuer persönlicher Bestleistung über 60m (7,13s) bei der Leichtathletik Hallen-DM in Dortmund, jetzt sitzt sie bei uns am Podcast-Mikro: Alexandra Burghardt. Die Bayerin gehört zu den deutschen Sprinterinnen, die seit Jahren konstant in der deutschen Spitze und Teil der Nationalmannschaft ist. Mit der Staffel feierte sie schon so manchen großen Erfolg in Form von internationalen Medaillen, zuletzt erst wieder bei den Olympischen Spielen in Paris mit Bronze.
Sie war bei den Olympischen 2016 in Rio, 2021 in Tokio & 2024 in Paris in der Leichtathletik. Alex erzählt ganz offen warum sie sich aber erst mit der Einzelquali und dem Halbfinal-Erfolg in Tokio so richtig als Olympionikin fühlt. Wir sprechen über ihren anschließenden Abstecher in den Wintersport, denn 2022 war sie dann auch bei den Olympischen Winterspielen in Peking als Anschieberin im Zweierbob für die Pilotin Mariama Jamanka, wo beide die Silbermedaille gewonnen konnten. Den Erfolg von zwei olympischen Medaillen bei jeweils Sommer- und Winterspielen gelang vor ihr mit Christa Luding-Rothenburger überhaupt erst einer anderen deutschen Athletin.
Sie erzählt über die Herausforderung nach so vielen Jahren intensiven Spitzensports sich immer wieder neu motivieren zu können, das stetige Suchen nach neuen Impulsen und gleichzeitig der ganz besonderen Bedeutung von Heimat & familiärem Umfeld als Geheimnis & Säule ihres Erfolgs. Es geht um die Ziele für die Zukunft, eine Hiobsbotschaft kurz vor Weihnachten und den vielleicht bis dato außergewöhnlichsten Vereinswechsel in der deutschen Leichtathletik.

#255 Die eigenen Träume verfolgen im Sport - zu Gast: Nele Weßel

Frühe Verletzungsprobleme in einer noch jungen Karriere, Trainerwechsel, Wohnortwechsel, schließlich eine vermeintliche Bilderbuchsaison mit persönlichen Bestzeiten am Fließeband, EM in Rom & den Olympischen Spielen in Paris - und doch hat das hinter den Kulissen enorm viel Kraft & mentale Energie gekostet. Unser Gast in dieser Woche ist die Mittelstreckenläuferin Nele Weßel und sie erzählt in einem bemerkenswert offenen Gespräch über die für die Außenwelt unsichtbaren Herausforderungen im Profisport.
Als Tochter bereits im Leistungssport erfolgreicher Eltern ist manchmal die Frage ob das Segen oder Bürde ist. Nele erzäht, dass ihre Eltern für sie ein extrem großer Rückhalt sind ohne sie jemals zu etwas gedrängt zu haben. Auch ihren jetzigen Trainer Georg Schmidt beschreibt sie als jemanden, der ihr nicht nur als Coach, sondern vor allem auch als Mensch in schwierigen Momenten immer mit einem offen Ohr und dem richtigen Ratschlag zur Seite steht.
Wir sprechen mit ihr über große Träume, den Umgang mit Rückschlägen, die Bedeutung ihrer Trainingsgruppe in Wiesbaden, das gigantische Erlebnis von Olympische Spielen & was das mit jungen Athleten:innen so macht. Über die mentalen Herausforderungen im Spitzensport, ungesehene Belastungen und die große Lust darauf die eigenen Grenzen auszureizen.

#254 Zukünftig für Laufen im Wald bezahlen müssen? - die Diskussion mit Carolin Hingst

Zukünftig für Sport im Wald bezahlen? Klingt absurd, ist aber so - zumindest will es das Forstamt Rheinhessen so und zwar beispielsweise für Trainingsgruppen, die zum Laufen, Walken oder auch für Yoga den Wald aufsuchen. Für Sportveranstaltungen im Waldgebiet mag das gängige Praxis sein, für die sonst genannten Sportangebote ist es ein Novum und sorgt seither für viel Entrüstung - auch bei unserem Gast in dieser Woche: Carolin Hingst.
Nicht wenige werden Caro noch als erfolgreiche Stabhochspringerin kennen, die Deutschland auch in der Leichtathletik-Nationalmannschaft häufig bei internationalen Großereignissen vertreten hat. Seit über 10 Jahren arbeitet sie inzwischen als Personal Trainerin & Coach und einen großen Teil ihrer Arbeit sind die Laufkurse im Ober-Olmer Wald bei Mainz. Alle ihre Kurse waren immer schon beim Forstamt Rheinhessen angemeldet, für eine neue Genehmigung möchte dieses nun aber 10% aller Bruttoeinnahmen.
Wir sprechen mit Caro über ihre Selbstständigkeit, die Leidenschaft anderen ihre Freude an Sport & Bewegung zu vermitteln, über den unerwarteten Konflikt mit der Behörde, was das für ihre berufliche Existenz bedeuten würde & warum sie nicht nur für sich kämpft.

#253 Laufen ist Lebensschule - zu Gast: Ingalena Schömburg-Heuck

Unser Gast in dieser Woche war schon einmal bei uns im Podcast und vereint viele Rollen in sich: Sie ist ehemalige Leistungssportlerin, Sportwissenschaftlerin, Ernährungsberaterin & seit dem Sommer im vergangenen Jahr bietet sie online auch Lauftrainingsprogramme an: Ingalena Schömburg-Heuck.
Viele von euch kennen sie vermutlich auch durch ihren Instagram-Account, wo sie als „Leni Runner“ zu finden ist und mittlerweile schon 272.000 Abonnenten:innen erreicht. Als Läuferin war sie unter anderem deutsche Halbmarathonmeisterin und gewann im vergangenen Jahr auch schon zum zweiten Mal den Münchner Flagship Run des Wings for Life Run. Als Mutter zweier Kinder vereint sie heute Familie, Selbstständigkeit & Sport in ihrem Alltag - und gibt ihr Wissen in Form von Content, Inspiration & Motivation weiter.
Wir sprechen mit ihr über ihren Start ins Jahr, über sportliche Ziele, die sie sich vorgenommen hat, wie es ihr gelingt so viele Bälle gleichzeitg zu jonglieren, über ihr Trainingsprogramm für Läufer:innen jeglichen Backgrounds, ihren Anspruch Laufen so vielfältig wie möglich zu gestalten, ihre Ernährungsimpulse und warum sie zu Beginn des Jahres nun schon zum zweiten Mal eine Fastenkur gemacht hat.

#252 Laufen, Radfahren, Triathlon - zu Gast: Merle Brunnée

Unser Gast in dieser Woche ist im Beruf Vollzeit-Ärztin an der Uniklinik in Heidelberg und in ihrer Freizeit amtierende Duathlon-Weltmeisterin: Merle Brunnée. Klingt verrückt? Ist aber so.
Merle kam vergleichsweise spät zum Ausdauersport und begann mit dem Laufen eher zufällig, als sie während eines Auslandsaufenthalts in NYC an einem Charity-Lauf teilnahm. Sie merkte schnell, dass ihr das Spaß machte und blieb dem Laufen auch in Deutschland treu. Sie selbst bezeichnet es als eher untypischen Einstieg in den Leistungssport mit ein paar glücklichen Zufällen.
Laufen war ihr bald aber nicht genug und sie entdeckte eine neue Leidenschaft: das Radfahren. Auch hier nahm sie bald an verschiedenen Rennen teil und verband bald auch die beiden Ausdauersportarten im Duathlon. Dort wurde sie 2021 erstmals Weltmeisterin auf der Langddistanz und konnte diesen Erfolg auch 2023 & 2024 wiederholen.
Wenn man schon zwei der drei Triathlon-Disziplinen beherrscht ist es vermutlich nur eine Frage der Zeit bis im Kopf der Gedanke reift, sich auch in dieser Sportart zu versuchen. Ende 2023 entschied sich Merle der Idee im kommenden Jahr eine Chance zu geben und 2024 sollte dann ein in jeglicher Hinsicht absolut außergewöhnliches Sportjahr für sie werden. Highlights waren dabei das Triathlon-Langdistanz-Debüt in Nizza, die Ironman-WM-Premiere ebenfalls in Nizza mit Platz 14 Profifeld, die Verteidigung ihres Duathlon-WM-Titels und ein 6. Platz bei der Cycling E-Sports WM in Abu Dhabi.

#251 Wenn die Lust am Laufen in der Familie liegt - zu Gast: Vanessa Mikitenko

Sie gilt als eines der größten jungen Lauftalente in Deutschland und zum Jahresabschluss beim Silvesterlauf in Trier konnte sie viele bekannte deutsche Namen hinter sich lassen: Vanessa Mikitenko. Ja, bei dem Nachnamen werden viele Kenner der Laufszene hellhörig und das zurecht, denn sie hat mit Irina Mikitenko eine berühmte Mama.
Wir erfahren im Gespräch mit Vanessa aber schnell, dass ihre Eltern zwar natürlich ihre Leidenschaft für das Laufen immer unterstützt haben, sie es aber schnell für am sinnvollsten erachtet haben, dass sie von einem externen Trainer betreut wird. Diese Aufgabe hat Benjamin Stalf in den letzten Jahren erfolgreich übernommen und setzt dabei ganz besonders auf Geduld und einen behutsamen und langfristigen Trainingsaufbau.
Wir sprechen mit Vanessa über ihr Leben im Sportinternat in Frankfurt, ihren Trainingsalltag & ihre Trainingsgruppe und ihre vergangene Saison, bei der sie zwar auf allen Distanzen Bestzeiten lief, dann aber beim Saisonhöhepunkt unverschuldet einen herben Rückschlag hinnehmen musste. Sie erzählt von ihrer Leidenschaft für Bahn & Straße, ihren Zielen für die Zukunft und was man sich beispielsweise von anderen Leichtathletikdisziplinen abschauen kann, wenn der eigene Freund ein Top-Mehrkämpfer ist.